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Epima - Ein Zuhause für Jugendliche
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Ein Zuhause für Jugendliche

Ein paar Monate Zuhause

Mehr als 1000 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge kommen pro Jahr nach Österreich. Gemeinsam mit dem Schwesterprojekt „Biwak Hall“ nimmt sich seit 2001 das SOS-Kinderdorf-Projekt „ClearingHouse Salzburg“ dieser oft schwer traumatisierten Jugendlichen an. Sozialpädagogische, medizinische und psychologische Betreuung sind enorm wichtig für die jungen Flüchtlinge, die allein auf sich gestellt, meist ohne ein Wort Deutsch zu können, sich in Österreich zurechtfinden müssen. In den 3 Monaten, die es durchschnittlich dauert, um das Aufenthaltsrecht abzuklären, wird die Grundversorgung der Jugendlichen sichergestellt, daneben wird Deutsch gelernt und – anfangs mit Hilfe von Dolmetschern – die Situation besprochen, und Zukunftsperspektiven für die Jugendlichen entwickelt. Zur Sprache kommen sehr oft eine von Krieg, Terror und schwersten Misshandlungen und unvorstellbarer Angst geprägte Vergangenheit, und es dauert schon manchmal seine Zeit, diese schweren Erlebnisse zu überwinden, und eine neue Perspektive zu finden.

Nach Beendigung des Clearings steht jeweils 8 der rund 30 Jugendlichen die Möglichkeit einer längerfristigen Unterbringung im ClearingHouse offen, einige kehren in ihre Heimatländer zurück, andere finden Unterkunft in einer anderen staatlichen Betreuungseinrichtung bis zum Erreichen der Volljährigkeit.

„Viele der Jugendlichen sind oft ruhig und zurückgezogen – aber sie sind alle sehr nett und unheimlich hilfsbereit“, so Johann Svager, der Leiter der Einrichtung in Salzburg. Auf eine familiäre Atmosphäre wird Wert gelegt, einmal am Tag wird gemeinsam gekocht und gegessen.  „Es ist gut hier, es ist, wie Brüder zu haben, eine richtige Familie“, sagt ein Mädchen aus China. Wäsche und Mahlzeiten werden, mit Unterstützung der Betreuer von den Jugendlichen selbst besorgt. Über Internet besteht auch die Möglichkeit, Kontakt zum Heimatland zu finden. Die Nationalitäten sind bunt zusammengewürfelt, die Jugendlichen kommen wirklich aus allen Teilen der Welt: Kamerun und Moldawien, China und Irak.

Wenigstens eine kurze Zeit lang, für ein paar Monate, kann den Jugendlichen so ein Zuhause geschaffen werden, und eine Orientierung ermöglicht werden. Der familiäre Rahmen vermittelt Geborgenheit und Sicherheit, und durch Beschäftigungsprojekte wird den jungen Flüchtlingen auch eine geregelte Tagesstruktur ermöglicht.

Die Einrichtung steht zu hundert Prozent in der Tradition der SOS-Kinderdörfer:  im Auftrag, Kindern und Jugendlichen in Not zu helfen, und in der multikulturellen Ausrichtung der Kinderdörfer, die als weltumspannende Sozialeinrichtung in mehr als 130 Ländern der Erde vertreten sind.

Epima

Bilder: Attila Voeroes | Agency: Dreamstime.com - © Javarman | Dreamstime.com - Gabriele Sochor | Agency: Dreamstime.com
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