Europa

Stand der Initiativen in der EU

In vielen EU-Ländern fällt die Bilanz ähnlich positiv aus wie in Österreich – wenn auch für manche kleineren Mitgliedsländer der harte Kampf in der eigenen volkswirtschaftlich prekären Situation vielen Projekten in den letzten beiden Jahren etwas die Luft abgedrückt hat.

Gerade aber durch die Vernetzung der einzelnen Mitgliedsländer – im Falle der EPIMA beispielsweise Schweden, Holland und Deutschland im Teilprojekt EQUALISIMA – ist auch viel an Wissen und erprobten Strategien frei geworden. Das ermöglicht allen Mitgliedsländern – die Finanzierbarkeit vorausgesetzt – im staatlichen Rahmen wesentlich effizienter und qualitativ besser agieren zu können. Die Qualität und der Umfang des Betreuungsangebots haben sich mit Sicherheit in praktisch allen Ländern verbessert – allein schon dadurch, dass EQUAL es möglich macht, auch von gemeinsam erreichten Forschungsergebnissen anderer Mitgliedsländer direkt zu profitieren.

Zuwanderung ist praktisch in jedem Land der EU ein Thema, in Ländern wie Spanien oder Portugal, wo die Zahl der Asyl suchenden vergleichsweise geringer ist als beispielsweise in Österreich und Deutschland, hat die EQUAL in weiten Teilen auch zu einer Sensibilisierung für eine Problematik geführt, die ansonsten gewissermaßen als eher unbedeutende Randproblematik untergegangen wäre.

In Deutschland, wo Asylpolitik ein ähnlich gewichtiges Thema ist, wie in Österreich, konnten beispielsweise durch EPIMA und EQUAL-Projekte 20% mehr Asyl suchende Zugang zum Arbeitsmarkt finden; Griechenland hat sich als Organisator für die erste EQUAL-Runde zum Thema Asylwerber und Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt, und dabei auch zu einer erhöhten Sensibilisierung im eigenen Land beigetragen.

Grundsätzlich kann man auch feststellen, dass im gesamten EU-Bereich gerade im Hinblick auf jugendliche Asylwerber die starke Polarisierung des Themas auch medial abgenommen hat – sie ist praktisch allerorts einer mehr sachlichen und problemlösungsorientierten Darstellung gewichen. Das wird mit Sicherheit auch eine Auswirkung auf zukünftige gesellschaftspolitische Maßnahmen haben.

Als ganz sicher positives gesamteuropäisches Ergebnis sind die "Integrated Guidelines for Growth and Employment"  und die  "Community Strategic Guidelines 2007-2013 - Cohesion policy in support of growth and jobs" als für verbindlich anerkannte Richtlinien aller teilnehmenden Länder zu betrachten. Deren EU-weite Umsetzung stellt ganz sicher einen wesentlichen Schritt in Richtung einer gesamteuropäischen sozialen Beschäftigungsstrategie und einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung dar.